Es ist schon ein eigenartiges Gefühl, komplett von der Aussenwelt abgeschnitten zu sein... Wie kam es? Von Mapua aus hatten wir die Wahl, entweder weiter gen Westen zu fahren oder uns wieder Richtung Osten zu orientieren. Die Sandflies und die Tatsache, dass wir nicht mehr allzu lange Zeit hier haben würden, bewogen uns zur letzteren Route. So fuhren wir über die Highways 60, 6, 65 und anschliessend 7 zu den Maruia Springs. Hier wollten wir eine Nacht verbringen und uns dabei in den heissen Quellen "suhlen". Bei der Ankunft stellten wir dann fest, dass die Anlage schon bessere Zeiten gesehen hat... Aber na ja - gebucht ist gebucht! Gleichzeitig wollten wir eigentlich auch WiFi haben, doch die Rezeptionistin riet uns ab, da dieses äusserst unzuverlässig und somit überteuert sei. Handy-Empfang gab es auch nicht - und so bezogen wir unser einfaches Zimmer und stürzten uns ins heisse Wasser. Die hiesigen Quellen (ca. 65° C) werden dabei mit Quellwasser aus dem Fluss (ca. 7° C) abgekühlt und in drei unterschiedlich warme Pools geleitet. Im Wasser ist auch eine schwarze Algenart, die sich dann sichtbar auf René's gelber Badehose manifestiert hat... :-) Wir genossen die Pools sehr, hatte sich doch die Lufttemperatur auf ca. 8° C abgekühlt. Zurück im Zimmer stellten wir dann fest, dass es keine funktionierende Heizung gab... Glücklicherweise verfügt praktisch jedes Hotelbett in NZ über eine Heizdecke, so war's dann wenigstens dort etwas wärmer. ;-)
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| die warmen Pools |
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| Abendstimmung in Richtung Lewis-Pass |
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| im Wasser sehen sie schöner aus - die Algen |
Morgens ging es für unsere Verhältnisse schon früh los, denn wir wollten wieder zurück in die Zivilisation. Das hiess ca. eine Stunde Fahrt und schon waren wir in Hanmer Springs, einer Ortschaft, die wir schon von unserem ersten Besuch auf der Südinsel kannten. Hier gab es Frühstück und wir beratschlagten, wo wir die nächste Nacht verbringen wollten. Dank W-Lan waren wir uns schnell einig, dass wir Kaikoura besuchen wollten. Wir buchten daher eine Nacht im Kakatu Retreat und auf ging die Reise über den SH 7. Aber Achtung: Der Weg war buchstäblich gepflastert mit Baustellen. Ganze 21 davon haben wir auf unserem Weg nach Kaikoura angetroffen - teilweise mit Wartezeiten von 10 Minuten. So zogen sich die 131 km etwas in die Länge. Trotzdem hatten wir es gegen 14:00 h geschafft und waren in Kaikoura. Vieles ist uns wieder in Erinnerung gerufen worden. Doch einiges hat sich natürlich auch verändert, nicht zuletzt wegen des letzten Erdbebens 2016. Wir genehmigten uns einen Kaffee und vertraten uns anschliessend die Beine. Schliesslich war es Zeit, unsere Unterkunft zu suchen, welche sich etwas ausserhalb der Ortschaft befindet. Dort angekommen, suchten wir vergebens nach einem Hinweis, wo man sich anmelden könnte. Auch ein Rundgang ums Haus und Anklopfen half nicht weiter. Also die Nummer, welche wir über Booking.com erhalten haben anrufen. Doch auch da meldete sich niemand... Tja! Guter Rat war teuer. Also eine weitere Nummer wählen, welche wir am Haus entdeckt hatten. Dort meldete sich dann schliesslich jemand und man versprach uns, dass innert 5 Minuten jemand da sein würde. Dies war dann glücklicherweise auch der Fall und wir konnten endlich in unser Zimmer und etwas chillen.


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