Samstag, 21. Mai 2016

die beiden letzten Tage

Ja, Bosa war wirklich ein Highlight der Reise. Die Unterkunft, die kleinen Gässchen, und und und.





Am Freitag ging es dann weiter der Westküste entlang. Erneut tolle Küstenstrassen in Richtung Alghero. Von dort machten wir einen Abstecher ins kleine charmante Dörfchen Stintino.


Das nächste Ziel war der bekannte Elefantenfels. Weshalb der so heisst?



Weiter fuhren wir der Nordküste entlang Richtung Osten - zurück zu unserem Ausgangspunkt Olbia. Dabei erfuhren wir einmal mehr, wie dünn besiedelt Sardinien vielerorts ist. Gerade mal 69 Einwohner pro Quadratkilometer! (In der Schweiz sind es über 200) Viele Kilometer ohne eine Siedlung. In Olbia gönnten wir uns dann noch ein letztes feines italienisches Eis. Es folgte das übliche warten vor der Fähre.
Pünktlich 830h treffen wir am Samstag morgen in Genua ein. Die Rückfahrt verlief wie die ganze letzte Woche bei strahlendem Sonnenschein mit Höchsttemperaturen im Tessin von 28°.

Hier noch ein Bild von meinem Heidenau K60 Reifen. Was ist so speziell daran? Er hat fast 13'000km hinter sich. Vor der Marokkoreise im letzten Jahr wurde er montiert. Nächste Woche geht er in den Ruhestand. ;-)



Donnerstag, 19. Mai 2016

Der Westen

Schon beinahe langweilig, aber wahr: Auch heute lachte die Sonne vom Himmel, und als wir losfuhren, waren die Temperaturen auch schon auf 19°C geklettert. Unser Weg führte uns heute wieder nordwärts, da wir am Freitag abend schon wieder auf die Fähre in Olbia müssen. Erneut versuchten wir, einen Weg möglichst nahe der Küste zu finden. Dank Navi und Google Maps gelingt das auch meistens. :-) So genossen wir unsere Fahrt, welche auch heute sehr abwechslungsreich war: Mal konnten wir das Meer sehen, dann waren wir wieder mitten in den Bergen auf einem Pass unterwegs. Langweilig wäre anders! Wir durchquerten dabei auch viele kleinere Dörfer, was ab und an sehr spannend war. Unser heutiges Ziel war Bosa, welches sich in etwa auf der Höhe von Cala Gonone, jedoch an der Westküste befindet. Schon auf den ersten Blick war mir dieser Ort sehr sympathisch: Bunte, meist gepflegte Häuser und viele kleine Gassen, die man zu Fuss erkunden kann. Unsere Unterkunft für heute heisst «Madalen Guesthouse» und ist mitten im Zentrum von Bosa zu finden. Besser geht’s nicht…

traumhafte Küstenabschnitte

Blick auf die Hauptgasse in Bosa - aus unserem Zimmer

Mittwoch, 18. Mai 2016

Südküste

Die heutige Etappe konnte man getrost als Highlight bezeichnen: Unsere Strecke führte grösstenteils  entlang der Küste und offenbarte einige wundervolle Ausblicke auf ein z.T. türkisfarbenes Meer inkl. Sandstränden. Zudem meinte es Petrus erneut gut mit uns: Meist sonniges Wetter, jedoch nicht zu heiss. Die Strecke führte uns also über die SP17 in Richtung Cagliari, und während wir so in die Stadt hineinfuhren, entdeckte ich doch tatsächlich hunderte von Flamingos, welche sich in einer Bucht niedergelassen hatten. :-) Cagliari selber empfand ich als nicht sehr schön, und ich war froh, als wir die Stadt hinter uns gelassen hatten. Weiter ging es auf der Küstenstrasse in Richtung Halbinsel Sant’Antioco, wo wir einen kleinen Halt einschalteten. Unser Hotel schliesslich war in der Nähe von Calasetta und hiess «Luci del Faro». Tatsächlich war ein Leuchtturm zu sehen, und unser Zimmer hatte direkten Meerblick. Das Hotel selber ist in mediterranem Stil gehalten, und da es sich ausserhalb des Ortes befindet, entschieden wir uns für ein Abendessen vor Ort. Wir waren nicht die Einzigen… Jedenfalls waren die Kellner wie auch die Küche ziemlich überfordert und bis wir schliesslich unseren Hauptgang erhielten war es gut und gerne schon 21:40h… Na ja! 



Dienstag, 17. Mai 2016

Richtung Süden...

Arrivederci Cala Gonone! Bei erneut wunderbarem Wetter und Temperaturen um die 20°C machten wir uns auf den Weg. Auch heute überquerten wir den Silana-Pass in Richtung Cagliari immer auf der Strada Statale 125. Leider führt keine durchgehende Küstenstrasse in den Süden; das ist tatsächlich etwas, was wir hier vermissen. Die Hauptstrasse war denn auch eher eintönig, bis wir einen Abzweiger nach Costa Rei machten. Hier befinden sich viele Ferienanlagen, welche sehr gepflegt sind. Wir schalteten eine kleine Mittagspause ein, um dann weiter auf der SP18 praktisch entlang dem Meer in Richtung Cala Caterina zu fahren. Die Aussicht war schlicht phantastisch, und die verschiedenen Blau-/Grüntöne des Wassers kamen bei Sonnenschein perfekt zur Geltung. :-) Schliesslich machten wir uns auf in Richtung Hotel, welches sich etwas ausserhalb von Villasimius befindet: Das «Su Gigante». Die Anlage hat einen hübschen Garten inkl. Swimming Pool, welchen die männlichen Teilnehmer der Reise auch umgehend ausprobiert haben. Die Wassertemperatur von ca. 20° hielt mich hingegen davon ab… ;-)




Montag, 16. Mai 2016

Pfingstmontag

Unsere heutige Tour führte uns wieder von Cala Gonone über Orgosolo (ein Ort mit äusserst spannenden Bemalungen an den Häusern) über Fonni nach Talana, dann Urzulei und schliesslich über den Silana-Pass wieder zurück an unseren Ausgangspunkt. Die Sonne lachte vom Himmel, die Temperaturen waren angenehm, die Strassen waren (fast) leer – besser ging’s nicht mehr. Und so genossen wir einen weiteren perfekten Tag auf dem Bike. Übrigens begegneten uns auch heute wieder so einige Tiere auf und neben der Fahrbahn. Bei uns würden Schweine, Ziegen und Kühe nur hinter Zäunen unterwegs sein; hier ist es völlig normal, wenn sie frei herumlaufen. Also heisst es, immer wachsam zu sein, und manchmal bieten sich einem auch spannende Foto-Sujets. :-) Morgen heisst es, Abschied zu nehmen und unsere Siebensachen zu packen: Wir werden weiter südwärts fahren, um da auch die Umgebung zu erkunden.




Sonntag, 15. Mai 2016

Cala Sisine

Der Wetterbericht hatte Sturm angesagt und stürmisch war es tatsächlich schon während der Nacht. Die Böen waren z.T. recht heftig, aber dafür starteten wir schon morgens mit viel Sonne und nunmehr angenehmen Temperaturen von ca. 19°C in den Tag. Unsere heutige Tour führte uns erneut über einen Pass in Richtung Arbatax, welches sich direkt am Meer befindet. Wenig Verkehr, perfektes Wetter, tolle Kurven – was will man mehr? In Arbatax machten wir kurz Rast, um etwas zu trinken und fürs geplante Picknick einzukaufen. Ich hätte nicht gedacht, dass am Pfingstsonntag auch nur ein Laden im katholischen Italien offen hat. Doch siehe da: Wir wurden fündig und kauften also unser Mittagessen ein. Nächster Halt: Cala Sisine. Ein für mich doch recht abenteuerlicher Weg führte entlang eines (trockenen) Flussbetts. Und erneut fand ich es faszinierend, welche Tiere wir während unserer Route direkt bewundern konnten: Von ganz klein (= Eidechsen), über mittel (Schweine, Ziegen und Schafe) bis gross (Kühe) kreuzte alles unseren Weg. Während ca. 13 km waren wir so unterwegs auf einer Piste, die ich wahrscheinlich niemals selber befahren hätte: sandig, holprig, z.T. loser* Schotter, eng und doch begegneten wir auch Autos, die den gleichen Weg befuhren. Faszinierend! :-) Wir hatten so unser Mittagessen mehr als verdient, und wir genossen unser Picknick sehr. Bald schon machten wir uns auf den Rückweg, um im – immer noch stürmischen – Cala Gonone noch etwas auszuspannen.

*nicht zu verwechseln mit den beiden Fahrern – aber die schreiben sich ja Gross am Anfang


spannende Felsen auf dem Weg zum Cala Sisine


Samstag, 14. Mai 2016

Ankunft in Sardinien

Um 7.00h gingen die Durchsagen auf unserem Schiff los. Man wurde freundlich darauf aufmerksam gemacht, doch so langsam die Kabinen zu verlassen – und das, obwohl wir erst gegen 8:45 h in Olbia ankommen sollten. Die Ausschiffung war dann eine etwas längere Prozedur. Bis wir nur erst wieder an unser Motorrad gelangen konnten, dauerte es doch eine Weile… Und das Wetter? Na ja… Wolken und etwas Regen bei ca. 16°C. Steigerungsfähig! Aber wir liessen uns nicht entmutigen und genehmigten uns in einem ausgezeichneten Café einen Cappuccino und ein Croissant. Das Wetter besserte tatsächlich, und der Regen hatte aufgehört. Also auf zu unserem heutigen Ziel Cala Gonone, wo wir im Hotel Bue Marino ein Zimmer reserviert hatten. Die Fahrt war erst etwas eintönig, doch bald schon änderte sich die Landschaft und Berge umgaben unseren Weg. Gegen Mittag hatten wir unser Hotel erreicht und deponierten erst einmal das meiste unseres Gepäcks. Gleich darauf starteten wir eine kleine Exkursion in die Nähe, um Ausgrabungen zu besichtigen. Die Tour dahin war sehr abwechslungsreich, nicht nur, was die Landschaft anging. Flora und Fauna wetteiferten geradezu miteinander. Wohin man blickte, blühte sowie kreuchte und fleuchte es. An der Ausgrabungsstätte selber sind wir zuerst vorbeigefahren, denn sie war weder speziell markiert noch speziell gross – und laut Öffnungszeiten hätte sie offen sein sollen, war sie aber leider nicht… So machten wir uns auf den Rückweg, um eine kleine Siesta in unserem Hotel einzuschalten.



Freitag, 13. Mai 2016

Freitag, der Dreizehnte…

… machte seinem Namen nur in dem Sinn Ehre, als dass es aus allen Kübeln goss, als wir um 8.30h in Henau abfuhren. Es nützte alles nichts: Wir mussten los, denn unsere Plätze auf der Fähre waren gebucht. Richtung San Bernardino wurde es leider auch nicht besser: Im Gegenteil! Als wir vor dem Portal ankamen, waren es gerade noch 2,5° C und einige Schneeflocken mischten sich unter den Regen. Dass wir vor dem Tunnel auch noch wegen eines Rotlichts relativ lange warten mussten, trug nicht gerade zur Stimmungsaufhellung bei. Blieb nur noch die Hoffnung, dass es auf der Südseite dann besser sein würde. Wir wurden nicht enttäuscht; bei Bellinzona lugte die Sonne zaghaft hervor, und wir konnten uns endlich aus den Regensachen schälen. Kurz eine Rast im Mövenpick einschalten und weiter ging es in Richtung Genua. Der Verkehr hielt sich glücklicherweise sehr in Grenzen. Nicht einmal am Zoll mussten wir warten, sondern konnten zügig unseren Weg fortsetzen. Gegen 16.00h waren wir schliesslich an unserem Ziel angelangt. Von nun an hiess es warten: Zum einen, um zuerst in die richtige Wartelinie zu kommen und dann, um in der Wartelinie selber dann nochmals ca. 2 Stunden zu warten, bis wir in die Fähre konnten. Die Logistik am Fährhafen selber ist faszinierend; es klappte alles reibungslos und bald schon hatten wir unser Motorrad in der Fähre geparkt. Auch die Schlüsselübergabe für unsere Kabine ging sehr zügig über die Bühne, so dass wir uns umziehen und ein hervorragendes Abendessen geniessen konnten. Die Überfahrt nach Sardinien schliesslich war von vielen Wellen geprägt, die uns mehr oder minder sanft in den Schlaf wiegten.




Mittwoch, 11. Mai 2016

äs chribelät

Wir "sitzen" zwar noch im Alltag fest - doch die Vorfreude steigt. Hab heute Abend noch das Navi mit den letzten Updates bespielt. So können wir am Freitag zielgenau unsere Reise starten. Na zum Wetter äussere ich mich nicht - die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. Wenn ich nach dem Tunnel wieder trocken werde bin ich schon zufrieden. ;-)
Falls wir Schnee antreffen wie an Auffahrt hoffe ich, dass dieser auch neben - und nicht auf der Strasse liegt.