Sonntag, 5. Juni 2022

Pfingstsamstag - Rückreise - back@home

 Wir waren die ersten beim Frühstück - denn wir wollten uns zeitig aus den Weg machen. Das Wetter am morgen - herrlich. Einige Wolken hingen noch in den Bergen - aber, alles wie frisch geputzt nach dem Regen.

Wir haben uns für den Weg durchs Engadin entschieden. Klar, bis zum Abzweiger zur Schweiz sind es nicht die angenehmster Kilometer durchs Vinschgau. Wie immer dichter Verkehr - Aufmerksamkeit ist geboten. Die kürzeste Strecke führt über den Flüelapass. Auch dort liegt nur noch wenig Schnee. Der Schottensee (links in Fahrtrichtung Norden) hat nach wenig Eis an einigen Stellen - der Schwarzsee zur Rechten ist eisfrei. 

Die Strecke ab Davos war dann wieder etwas zäh in Sachen Verkehr, doch nicht im Vergleich zum Stau den die Südwärtfahrer auf der A13 zwischen Heidiland und Chur hatten. Gut waren wir in entgegengesetzter Richtung unterwegs. 

Etwas mehr als 3200km fuhren wir auf unser Reise. Beifahrerin und Motorrad hielten Stand. 🤓 Ja, etwas Pflege, sprich ein Reinigung hat der Boxer verdient.

Mal sehen wohin die nächste Reise geht - ich freue mich jetzt schon auf neue Erlebnisse.

Donnerstag, 2. Juni 2022

Tag 11 - Ziel Südtirol

Der Morgen startete gleich mit einem Highlight. Hoch zum Monte Grappa führen 28 Kehren auf 1775m (Bassano liegt auf 129m). Der Grappastock bildet der südlichste Ausläufer der Dolomiten. Eine wirklich tolle Strecke - zwar etwas verhangen aber nicht weniger spektakulär. Auf dem Weg kreuzten Gämse die Strasse, blieben stehen und stellten sich für ein Shooting auf (Foto). 



 Oben befindet sich eine Kaserne und ein Denkmal welches an die Gefallenen vom ersten Weltkrieg erinnert.




Weiter fahren wir über den Manghenpass in Richtung Norden. Unten in Meran werden die Temperaturen wiederrund 30° - auf den Pässen waren es 13°. 


Unsere Route führt bis nach Schenna. Hier gönnen wir uns etwas Wellness. Nach gut 3000km durch Italien passt etwas ‚Erholung‘ perfekt in den Plan.



Wir konnten viele neue Eindrücke von bis Anhin unbekannten Gegenden Italiens. Es gibt noch immer viel zu entdecken auf dieser Welt. Wir bleiben offen für Neues!


Dienstag, 31. Mai 2022

Tag 10 - Kilometer-Schnetzlerei…

Aus Versehen hatten wir dieses Mal ein Hotel erwischt, welches kein Frühstück anbot. So ging‘s in die Bar um die Ecke, um dort einen ausgezeichneten Cappuccino und einen Fruchtsalat zu geniessen. 

Wir waren bereits um 9:15 h auf dem Motorrad, denn wir wussten, dass wir heute viele Kilometer (ca. 470 km) abspulen mussten… Darum gibt‘s zum heutigen Tag eigentlich nur zu erzählen, dass wir knapp 5 Stunden unterwegs waren und dies hauptsächlich auf Autobahnen. 



Unser Ziel war Bassano del Grappa, ein hübscher Ort aus der Provinz Vicenza (in der Region Venetien). Nach  einer kurzen Siesta in unserem Hotel Palladio machten wir uns auf, die Stadt zu erkunden. Und es gab einiges zu entdecken! 



Insbesondere beeindruckt hat mich die aus dem 13. Jahrhundert stammende Holzbrücke Ponte degli Alpini, welche sich über die Brenta erstreckt. 


Überhaupt gibt es hier viele kleine und grössere spannende Dinge zu entdecken und es ist für eine italienische Stadt sehr sauber. 




Unsere Entdeckungstour machte hungrig und so fanden wir uns im Ristorante Fermenteria wieder, welches uns ein hervorragendes Abendessen kredenzte. Unbedingt empfehlenswert!


Montag, 30. Mai 2022

Tag 9 - Die Polizei, dein Freund und Helfer

Gegen 9:30 h machten wir uns heute auf die Reise weiter gegen Norden. In diesem Gebiet gibt es wirklich wunderschöne Strecken und wir sind immer wieder begeistert ob der tollen Aussichten. 


Unsere Route führte uns eine ganze Weile über die SS17 zuerst nach Insernia, dann vorbei an Roccaraso über den Valico delle Cappanelle nach Amatrice. 
Unterwegs wurden wir dann noch von zwei freundlichen Herren in Blau angehalten. 😉 Wir waren uns natürlich keiner Schuld bewusst und sie wollten dann auch nur den Führerausweis und die Fahrzeugpapiere sehen. Ersteres konnte reNé umgehend präsentieren, letzteres war dann etwas schwieriger, denn dazu hätten wir den einen Koffer fast ausräumen müssen. Sobald der nette Polizist das bemerkte, winkte er ab und befand, dass wir doch weiter fahren sollten. Ist das nicht zuvorkommend? 😊 Es zeigt sich einmal mehr, dass ein freundliches Lächeln immer hilft. 
Jedenfalls trafen wir erst nach 14 h in Amatrice ein. Einige werden sich an das verheerende Erdbeben vor knapp 6 Jahren erinnern. Die Folgen davon sind immer noch deutlich sichtbar, auch wenn viel repariert und neu aufgebaut wurde und immer noch wird. 

Glocken und ein provisorisches Dach

Wir erhielten in einem kleinen Restaurant dann tatsächlich noch ein ausgezeichnetes verspätetes Mittagessen - und das, obwohl es eigentlich schon geschlossen gewesen wäre. Das nennen wir Gastfreundschaft pur, die wir enorm schätzten! 


Wir entschlossen uns, heute an die adriatische Seite zu fahren und buchten in Grottamare direkt am Meer ein Zimmer im Residence Mareamare. Ein kleiner Bummel entlang der Strandpromenade durfte dann abends natürlich auch nicht fehlen.






Sonntag, 29. Mai 2022

Tag 8 - Wenn Petrus mal etwas launenhaft ist…

Nach einer doch eher kurzen Nacht - italienisches Familienfest in unserem Resort bis 1 Uhr Nacht lässt grüssen - genossen wir morgens ein gutes Frühstück und machten uns gegen 10 h auf weiter in Richtung Norden. Die Temperatur lag bei angenehmen 18°C und der Verkehr hielt sich auch in Grenzen - wobei: JA, auch in Italien gibt es Sonntagsfahrer! 😁 Doch die meisten verhalten sich angenehm und machen überholwilligen Motorradfahrern gut Platz. Unser Weg führte uns über eine gut ausgebaute SS (Strada Statale) in Richtung Salerno, bis wir irgendwann mehr nach Nordosten abzweigten. In Melfi nahmen wir im malerischen Ristorante delle Rose ein wunderbares Mittagessen ein. 

Der kleine Herr schaute uns beim Essen zu

Und vor Benevento kam dann irgendwann Petrus ins Spiel… Wir hatten schon einige Zeit bemerkt, dass der Himmel sich doch sehr verdüstert hatte. 

Hier sahen die Wolken noch harmlos aus

Schon bald fielen die ersten Tropfen vom Himmel und nach einigen Minuten im Regen hielten wir an und hüpften in unsere Regenklamotten. Die hatten wir tatsächlich auch nötig, denn eine halbe Stunde vor unserem heutigen Tagesziel, Campobasso, spielte dann Petrus verrückt. Immer dickere Regentropfen prasselten auf uns herab, während die Kanalisation die Flut schon gar nicht mehr schlucken konnte. Die meisten Autofahrer vor uns machten denn auch einfach mitten auf der Strasse rechtsumkehrt. Hagel kam zu Donner und Blitz hinzu, während wir mit unserem Motorrad durch gute 30 cm Wasserfluten pflügten. Ich hätte es ja nie gedacht, aber unsere Füsse blieben tatsächlich trocken! Wir kamen schliesslich bei Sonnenschein in Campobasso an und erkundeten anschliessend noch die hübsche Innenstadt. 








Samstag, 28. Mai 2022

Tag 7 - letzte Fahrt auf Sizilien und Überfahrt zum Festland

Unsere Gastgeber im B&B waren wirklich richtig goldig; nach einem sehr guten Frühstück meinten sie schon ganz besorgt, ob wir denn auch für Regen ausgerüstet seien? Ein besorgter Blick gen Himmel bekräftigte ihre Aussage, denn es war teils dunkel bewölkt… Aber Petrus meinte es gut mit uns und abgesehen von ein paar kleinen Tropfen blieben wir trocken. Die Fahrt führte uns über den kleinen Pass Sella Mandrazzi runter ans Meer zur Nordküste und schlussendlich nach Messina. 



Die Strecke am Meer entlang empfanden wir als etwas mühselig, da sie stark besiedelt ist und demzufolge auch viel Verkehr aufwies. In Messina kann man unkompliziert ein Ticket für die Fähre nach Villa San Giovanni aufs Festland für ganze € 13.50 buchen (2 Personen und 1 Motorrad) und die Überfahrt dauerte gerade mal 20 Minuten. 

Das übliche Warten 😉

Wir fuhren der Küste entlang nach Scilla; eine wirklich malerische Strecke, die richtig Spass machte. In Scilla nahmen wir ein kleines Mittagessen direkt am Strand ein und genossen dabei eine wunderbare Aussicht. 


Schliesslich ging die Fahrt weiter, teils über Land und teils über die Autobahn und nach 8 Stunden unterwegs sein suchten wir eine Unterkunft, um die mittlerweile etwas müden Knochen ausruhen zu können… 😉 Fündig wurden wir in San Lucido im Borgo Rosso Sera Resort.

Tag 6 - Schotterpisten - Schafe - Vulkan

Unsere Etappe heute führte uns durchs Land zum Etna (Ätna). Dabei führen die Wege des Navis teils über spannende unbefestigte Wege. Der Vulkan ist bereits aus grosser Distanz erkennbar - was auch nicht wundert - ist er doch 3357 Meter hoch. Die Strasse zum südlichen höchsten befahrbaren Punkt führt auf etwas über 1900m.

Von Lava eingeschlossenes Haus 

Unsere Unterkunft fanden wir in Naxos - im B&B Terre di Sicilia. Der Weg dahin führt permanent abwärts, auch kein Wunder, von fast 2000 auf 0 Meter über Meer. 

Dolce & Cafe
nach dem Nachtessen